Führerschein für Einkaufswagen

Das Ende des Kükentötens?

Jedes Jahr werden in Deutschland über dreißig Millionen Hühnerküken direkt nach dem Schlupf getötet. Damit soll nächstes Jahr Schluss sein. Ist damit alles gut?

Klöckner, stolz auf zwanzig Jahre Biosiegel

Die grünste Woche

Ob Green Deal, „Öko-Baromteter“, Ökologisierung der „konventionellen“ Landwirtschaft als Wahlkampfthema –  Es grünt so grün, und das mitten im Winter.

Essen ist politisch!

Corona hin oder her: Es ist Wahlkampfzeit in Deutschland. Das Superwahljahr 2021 hat kaum begonnen, schon zeichnet sich ab, dass die Landwirtschaft zum Wahlkampfthema wird.

Wolrdplaque

Können wir „Disease X“ verhindern?

Gegen Sars-CoV-2 sind nun Impfstoffe im Einsatz, und damit ist das Ende dieser Pandemie in Sicht. Nicht aber das Ende der Pandemien. Die werden uns in Zukunft in kürzeren Abständen heimsuchen, wenn wir unser Verhalten, unser Wirtschaften und unsere Art der Landwirtschaft nicht ändern.

Landwirte zur Bauerndemo in Berlin

Der Schweinezyklus

Zum Jahresende haben viele Bauern und Bäuerinnen die Kraft ihrer Traktoren demonstriert. Mit Erfolg?

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Bild von einem saftigen Truthahn

Und jetzt: der Weihnachtsbraten!

An Weihnachten muss es ja traditionell sowieso der große Schmaus sein, egal wie viele Familienmitglieder da nun zugelassen sind. Und bei den meisten dürfte dann der Braten auf den Tisch kommen. Nur, wo können wir noch Fleisch kaufen, wenn wir gleichzeitig an das Klima, die Umwelt und das Tierwohl denken?

konventioneller Rinderstall

Der Preis des Billigfleischs

Die Discounter zahlen für Lebensmittel oft weniger als die Gestehungskosten der Landwirtinnen. Vor allem bei Milch und Fleisch ist das so. Doch was sollte Fleisch eigentlich kosten?

Wegwerfküken oder Bruderhahn

Rund 45 Millionen männliche Küken werden in Deutschland jedes Jahr sofort nach dem Schlüpfen entsorgt, weil sie das falsche Geschlecht haben.

Demeter-Stall

Die große Keule

Corona ist nicht allein. Manche von uns befinden sich zurzeit in mehreren Seuchengebieten. Neben den Ortsschildern vieler Dörfer in Küstennähe stehen Schilder mit der Aufschrift „Geflügelpest“. Hühner, Enten und Gänse dürfen nicht mehr ins Freie, denn ihre wilden Verwandten haben bei ihrem herbstlichen Zug die Vogelgrippe mitgebracht.

Nerze in Käfighaltung

Menetekel der Tierhaltung

In Dänemark werden die Nerze verbrannt wie einst in Großbritannien die Rinder. Dieses Mal ist es Corona, damals war es BSE. Wieder sind es die Menschen, die die Tiere krank gemacht haben. Und wieder müssen die Tiere dafür sterben. Vielleicht geht aber dieses Mal eine ganze tierquälerische Industrie mit in Rauch auf.

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Bild von Ackerbau. Landwirtschaftliche Maschine sprüht giftigen Pestiziden oder Insektiziden auf Plantagen

Das Gift und wir

Weshalb finden sich Spuren von hunderten Giftstoffen in menschlicher Muttermilch? Wie kommen Pestizide in die Rinde von Bäumen, die Kilometer weit weg von jedem Acker stehen? Was macht Glyphosat in unserem Urin? Als Lektor habe ich an einem Buch mitgearbeitet, in dem über dreißig Autor*innen das wahnsinnige System unserer pestizidgetriebenen Landwirtschaft erklären, und damit auch unsere stetige Vergiftung durch Lebensmittel.

Penny „Nachhaltigkeitsmarkt“ in Berlin Spandau mit True-Cost-Preisen, von den Universitäten Augsburg

Was uns die Lebensmittel kosten

Die Lebensmittelpreise lügen. Das weiß jede Landwirtin, die kaum ihre Gestehungskosten erwirtschaften kann. Seit Jahren klagen die Milchbäuerinnen, derzeit auch die Schweinemästerinnen. Die sommerliche Trockenheit hat die Ernte im Ackerbau reduziert, das dritte Jahr in Folge. Das Angebot ist also knapper geworden. Aber steigen deswegen die Preise? Nein! Warum nicht?

Beitragsbild: Monokulturfeld

Untergepflügt: Ist die Agrarwende noch zu retten?

Ab wann wird aus Schönrederei eigentlich Lüge? Wenn die deutsche Landwirtschaftsministerin im Europäischen Rat die Interessen der Agrarlobby durchsetzt und das dann als große Reform verkauft? Ist das noch Lüge oder nur noch dreist, weil ihr ohnehin niemand glaubt?

Schwein im Stall

Und die Ministerin weinte

Die niedersächsische Landwirtschaftsministerin brach Anfang Oktober vor dem Parlament in Tränen aus, als sie über die Situation der Schweinebauern im Land berichtete. Die leiden unter dem „Schweinestau“ in ihren Ställen. Am meisten leiden allerdings die Schweine. Deshalb weint aber keine Ministerin.

Wer schreibt Führerschein für Einkaufswagen?

Florian Schwinn

Florian Schwinn

Florian Schwinn ist Journalist, hat für Radio und Print gearbeitet und schreibt Sachbücher. Seit vielen Jahren kümmert er sich um die Themenbereiche Umwelt, Landwirtschaft und Ernährung und unser Verhältnis zu den anderen Tieren. Jeden Donnerstag liefert er hier eine frische Kolumne und jeden ersten Donnerstag im Monat den Podcast dazu.

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