Interview

„Ich spreche vom Krieg. Werde ich deswegen verhaftet? Nein“

    Der russische Publizist Wladimir Sergijenko in Moskau über den Krieg in der Ukraine, die Klischees des Westens und die Sanktionen.   Der Krieg, der derzeit in der Ukraine stattfindet, wird in Deutschland gerne als „Putins Krieg“ bezeichnet. Russen sehen es eher als Verteidigungskrieg. Wie ist denn die Stimmung in Russland im Verhältnis zu dem Krieg gegen die Ukraine? Wladimir Sergijenko: Die Frage ist gut: Ist das ein Putin-Krieg oder nicht? In Russland fragt

„Wir können gewinnen!“

Direkt aus Charkiw: Die Regierungsberaterin Maria Avdeeva im Interview mit Marcel Malachowski. Vor der Invasion spielte sie US-Präsident Biden Informationen zu. Im k&k-Interview berichtet sie nun über ihre Erlebnisse, die militärische Lage und über Bomben in der Nacht

„Die Mehrheit in Russland unterstützt Putin, für sie ist der Krieg eine Form des Widerstands“

  Du lebst schon lange Zeit außerhalb Russlands. Wegen des Kriegs in der Ukraine hat sich eine geschlossene Front gegen Russland aufgebaut. Spürt man das als Russe auch schon persönlich? Andrei Nekrasow: Noch nicht, aber jetzt kann alles passieren. Krieg ist kein Kampf der Narrative oder Propaganda, sondern etwas Schlimmeres. Ich bin persönlich gegen den Krieg. Abgesehen von dem Kontext und der Geschichte ist er die letzte Lösung, die aber keine ist. Es gibt aber

„Alle, die Russland vor überzogenen Angriffen in Schutz nehmen wollten, stehen jetzt komisch da“

Ulrich Heyden im Gespräch über die Lage in Russland nach Beginn des Krieges gegen die Ukraine. Viele Russen stehen hinter Putin und sehen keine Alternative, man setzt darauf, dass viele Ukrainer nicht gegen Russland sind, um einen Regierungswechsel durchzuführen. Sanktionen schrecken die Russen nicht, man habe sich darauf eingestellt – und an Krieg sei man gewohnt.

Statt russischem Gas amerikanisches Frackinggas?

Ralf Streck im Gespräch über Energiepreise und -politik. Mit dem vorläufigen Ende von Nord Stream 2 können nun die USA auch noch mehr Frackinggas nach Europa exportieren. Das verursacht so viele CO2-Emissionen, v.a. durch Methan, dass Europa auch wieder auf Kohle umsteigen oder bei dieser bleiben könnte

„Die Stimmung in Russland ist relativ entspannt“

Der Bundestagsabgeordnete Andrej Hunko (Die Linke) war gerade einige Tage in Moskau, um mit Vertretern der russischen Regierung, der Opposition und der Zivilgesellgesellschaft zu führen. Es sei „sehr positiv wahrgenommen worden, dass ein Abgeordneter aus dem Bundestag auch in dieser Situation nach Moskau gefahren ist“