Polen-Weißrussland: Flüchtlinge als Waffen?

Belarus wirft Polen und der EU Inhumanität vor. Es gehe darum, Nato-Truppen an die Grenze zu verlegen. Bild:belta.by

Ulrich Heyden in Moskau im Gespräch mit Florian Rötzer über den sich aufschaukelnden Konflikt zwischen Belarus und Polen und die Rolle, die Russland dabei spielt.

Polen und die EU beschuldigen Weißrussland, mit den Migranten, die angeblich nach Weißrussland geholt und an die Grenze geschafft werden, einen hybriden Krieg zu führen und die Flüchtlinge als Waffen einzusetzen, um Polen und die EU zu destabilisieren.

Die EU erwartet, dass Russland Lukaschenko unter Druck setzt, um die Flüchtlinge abzuwehren. Moskau scheint dazu nicht bereit zu sein. Aus Moskau kommt der Vorschlag, einen Deal wie mit der Türkei zu machen, also für die Abhaltung von Flüchtlingen Belarus Geld zu geben und die Sanktionen abzuschaffen.

Polnisches Militär ist an die Grenze verlegt worden, auch Weißrussland hat Soldaten an der Grenze. Das kann gefährlich werden, da Russland sich hinter Lukaschenko stellt und beide Länder Teil eines Militärbündnisses sind, so dass sich bei einem bewaffneten Konflikt die Nato und Russland gegenüberstehen würden. Droht ein militärischer Konflikt? Zumindest ist neben der Ukraine ein zweiter Konflikt mit militärischen Aspekten entstanden.

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Abschrift des Gesprächs mit Ulrich Heyden. Das Gespräch wurde am Mittwochnachmittag geführt.

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