Sachbücher des Monats: Oktober 2021

Die 10 besten Sachbuch-
Empfehlungen

1.

  • Bibliografie
  • Beschreibung
  • Über den Autor
Steffen Mau

Sortiermaschinen

Die Neuerfindung der Grenze im 21. Jahrhundert

  • Beck C. H.
  • 189 Seiten
  • Softcover
  • ET: 26.08.2021
  • ISBN 978-3-406-77570-3
  • Preis: 14,95 €

»Die Grenzen der Gegenwart sind ›Sortiermaschinen‹, sie schließen nicht einfach aus, sie selektieren.« Der Spiegel

Der kosmopolitische Traum von einer grenzenlosen Welt hat in den letzten Jahren tiefe Risse bekommen. Aber war er überhaupt jemals realistisch? Steffen Mau zeigt, dass Grenzen im Zeitalter der Globalisierung von Anbeginn nicht offener gestaltet, sondern zu machtvollen Sortiermaschinen umgebaut wurden. Während ein kleiner Kreis Privilegierter heute nahezu überallhin reisen darf, bleibt die große Mehrheit der Weltbevölkerung weiterhin systematisch außen vor. Vielerorts ist es zu einer neuen Fortifizierung gekommen, zum Bau neuer abschreckender Mauern und militarisierter Grenzübergänge. Grenzen wurden zudem immer selektiver und - unterstützt durch die Digitalisierung - zu Smart Borders aufgerüstet. Und die Grenzkontrolle hat sich räumlich massiv ausgedehnt, ja ist zu einer globalen Unternehmung geworden, die sich vom Territorium ablöst. Der Soziologe Steffen Mau analysiert, auf welche Weise und mit welchen Mitteln die neuen Sortiermaschinen Mobilität und Immobilität zugleich schaffen: Für erwünschte Reisende sollen sich Grenzen wie Kaufhaustüren öffnen, für andere sollen sie fester denn je verschlossen bleiben.

Steffen Mau

Steffen Mau, geboren 1968 in Rostock, ist Professor für Makrosoziologie an der Humboldt-Universität zu Berlin. Nach seinem Studium der Soziologie und Politikwissenschaft an der Freien Universität Berlin und der University of Bristol wurde er am Europäischen Hochschulinstitut Florenz zum Dr. rer. pol. promoviert. Seine Forschungsschwerpunkte sind die Soziologie der sozialen Ungleichheit, Transnationalisierung, europäische Integration und Migration.  Als einer der produktivsten Soziologen der Gegenwart führten ihn zahlreiche Gastprofessuren und Fellowships u. a. an das Centre d’études européennes et de politique comparée Science Po in Paris, an die schwedische Universität Umeå und die London School of Economics. 2018 war Steffen Mau Fellow am Center for European Studies an der Harvard University.

2.

  • Bibliografie
  • Beschreibung
  • Über den Autor
Rüdiger Safranski

Einzeln sein

Eine philosophische Herausforderung

  • Hanser, Carl GmbH + Co.
  • 284 Seiten
  • Hardcover
  • ET: 23.08.2021
  • ISBN 978-3-446-25671-2
  • Preis: 26,00 €

»Safranski verfolgt in gewohnt brillanter Weise die Spuren des modernen Individualismus – bis zurück in die Renaissance« Deutschlandfunk Kultur

Wie kommen wir damit zurecht, auf uns allein gestellt zu sein? Rüdiger Safranski über den Gegensatz zwischen Individuum und Gesellschaft. Eine ganz besondere Geschichte der Philosophie

Jeder Mensch ist zunächst einmal ein Einzelner. Das kann zur Belastung werden, vor der ein Leben in Gemeinschaft schützt, das kann aber auch den Ehrgeiz wecken, die eigene Individualität zu kultivieren. Zwischen beiden Polen unserer Existenz hat es immer wieder eindrucksvolle Versuche gegeben, einzeln zu sein. Davon erzählt Rüdiger Safranski in seinem neuen Buch. Er beginnt bei Michel de Montaigne und führt über Rousseau, Diderot, Kierkegaard, Stirner und Thoreau bis zur existentialistischen Philosophie des 20. Jahrhunderts.

Rüdiger Safranski

Rüdiger Safranski, geboren 1945, studierte Philosophie, Germanistik, Geschichte und Kunstgeschichte. Wissenschaftlicher Assistent, Herausgeber und Redakteur der Berliner Hefte, Dozent in der Erwachsenenbildung, seit 1986 freier Autor. Für sein in 26 Sprachen übersetztes Werk wurde er u.a. mit dem Thomas-Mann-Preis (2014), mit dem Ludwig-Börne-Preis (2017) und dem Deutschen Nationalpreis (2018) ausgezeichnet. Zuletzt erschienen: Hölderlin. Komm! ins Offene, Freund! Biographie (2019) und Klassiker! (2019, mit Michael Krüger und Martin Meyer). Er lebt in Badenweiler.

3.

  • Bibliografie
  • Beschreibung
  • Über den Autor

Heidegger

Ein deutsches Leben

  • Rowohlt Berlin
  • 608 Seiten
  • Hardcover
  • ET: 14.09.2021
  • ISBN 978-3-7371-0036-6
  • Preis: 28,00 €

»Er fasziniert und polarisiert wie nur wenige: Leben und Zeit des großen Denkers Martin Heidegger.«

Martin Heidegger zählt zu den wirkmächtigsten Denkern des 20. Jahrhunderts - zugleich ist er einer der umstrittensten, nicht zuletzt aufgrund seiner Parteinahme für den Nationalsozialismus 1933. Basierend auf neuesten Quellen erzählt Lorenz Jäger das Leben des Philosophen, der den Menschen und sein Dasein in der Welt auf ganz neue Weise gedacht hat - von der katholischen Kindheit in Meßkirch und den geistigen Auseinandersetzungen der zwanziger Jahre über den Nationalsozialismus bis weit in die Jahre des Wiederaufbaus hinein. Dabei begegnen uns Lehrer wie Edmund Husserl, dem 1936 die Lehrerlaubnis entzogen wurde, Vertraute wie Karl Jaspers und Hannah Arendt, deren so schwieriges wie intensives Verhältnis zu Heidegger über historische Brüche hinweg anhielt, Intellektuelle und Dichter wie Ernst Jünger und Paul Celan, die ihn in seiner Schwarzwaldhütte besuchten, bis hin zu späten Interpreten wie Lacan und Derrida.

Lorenz Jäger

Lorenz Jäger, geboren 1951, studierte Soziologie und Germanistik in Marburg und Frankfurt am Main, anschließend unterrichtete er deutsche Literatur in Japan und den USA. 1997 wurde er Redakteur im Ressort Geisteswissenschaften der «Frankfurter Allgemeinen Zeitung», das er zuletzt leitete. 2003 erschien sein Buch «Adorno. Eine politische Biographie», 2017 «Walter Benjamin. Das Leben eines Unvollendeten».

4.

  • Bibliografie
  • Beschreibung
  • Über den Autor
Hans Demmel, Friedrich Küppersbusch

Anderswelt

Ein Selbstversuch mit rechten Medien

  • Kunstmann Antje GmbH
  • 224 Seiten
  • Hardcover
  • ET: 01.09.2021
  • ISBN 978-3-95614-458-5
  • Preis: 22,00 €

»Ein interessanter Einblick in die postfaktische Gedankenwelt«

Wie verändert sich das eigene Denken, wenn man sich ein halbes Jahr ausschließlich aus rechten Medien informiert? Ein Bericht aus der Anderswelt über die schleichende Aushöhlung unserer Demokratie.

Der Nachrichtenjournalist Hans Demmel und der TV-Journalist Friedrich Küppersbusch analysieren in Anderswelt die Wirkungs¬weise rechter Medien anhand von Tichys Einblick, MMNews, KenFM, Compact und Junge Freiheit, deren Websites und Youtube-Kanälen. In einem »Selbstversuch« hat sich Hans Demmel ein halbes Jahr ausschließlich die Lektüre und die Videos dieser Publikationen verordnet, Tagebuch geführt und den Einfluss auf sein Denken festgehalten. Friedrich Küppersbusch liefert dazu den Faktencheck und die notwendigen Hintergrundinformationen: Wer sind die Stammleser, wie werden neue Leser, User, Seher angezogen? Wer finanziert diese Publikationen? Und wie kommt es, dass einst als seriös anerkannte Journalisten wie Roland Tichy, Wolfgang Herles, Peter Hahne, Matthias Matussek oder der Radiomoderator Ken Jebsen die rechte Publizistik prägen?

Hans Demmel

Hans Demmel, geb. 1956, ist Journalist und hat u.a. beim Bayerischen Fernsehen gearbeitet, war US-Korrespondent bei SAT 1, Chefredakteur von VOX und von 2006 bis 2018 Geschäftsführer bei n-tv. Seit 2020 ist er Geschäftsführer bei One Stop. Er lebt in Köln.

Friedrich Küppersbusch

Friedrich Küppersbusch, geb. 1961, Studium der Journalistik in Dortmund. Nach Stationen bei der WAZ und WDR-Radio Moderation des politischen Magazins »ZAK« beim WDR. Seit 1996 Geschäftsführender Gesellschafter der probono Fernsehproduktion. Er wurde mit dem Grimme-Preis und dem Fernsehpreis Telestar ausgezeichnet. Kolumnen bei der taz, Radio Bremen, RadioEINS und »KüppersbuschTV« bei Youtube. Er lebt in Dortmund.

5.

  • Bibliografie
  • Beschreibung
  • Über den Autor
Jens Hacke, Stephan Schlak

Zeitschrift für Ideengeschichte Heft XV/3 Herbst 2021

H wie Habermas

  • Beck C. H.
  • 144 Seiten
  • Heft
  • ET: 26.08.2021
  • ISBN 978-3-406-76613-8
  • Preis: 16,00 €

»Man darf die Menschen normativ nicht unterfordern«

An Habermas kommt bis heute kaum jemand vorbei. Auf der Buchstabiertafel der geistigen Republik ist er längst die letzte, stabile Institution: H wie Habermas. In seinem Denkraum kommt zusammen, was sonst in getrennten Sphären aneinander vorbeifliegt: Heidegger und Luhmann, Bataille und Genscher, Walser und Rorty... Die ZIG widmet in diesem Herbst diesem einzigartigen Durchkreuzungsphönomen eine eigene Ausgabe - Mit exklusiven Einblicken in das Habermas-Archiv.
Mit Beiträgen von Jan Assmann, Philipp Felsch, Friedrich Wilhelm Graf, Hans Ulrich Gumbrecht, Lorenz Jäger, Christoph Möllers, Sandra Richter, Karl-Siegbert Rehberg, Danilo Scholz, Nina Verheyen

Jens Hacke

Jens Hacke ist Historiker und Politikwissenschaftler. Seit 2018/19 vertritt er die Professur für Politische Theorie und Ideengeschichte an der Universität Greifswald. Sein Forschungsschwerpunkt ist die Ideen- und Liberalismus-Geschichte im 20. Jahrhundert.
 
Herausgegeben von Jens Hacke und Stephan Schlak. Mit Beiträgen von Sandra Richter, Christoph Möllers, Alexander Cammann, Heinz Bude, Niklas Maak und Jan Assmann.
 

6.

  • Bibliografie
  • Beschreibung
  • Über den Autor
Carla Del Ponte

Ich bin keine Heldin

Mein langer Kampf für Gerechtigkeit

  • Westend
  • Softcover
  • 176 Seiten
  • ET: 07.06.2021
  • ISBN 978-3-86489-113-7
  • Preis: 18,00 €

»Mutig, gradlinig und gefürchtet ... In ihrem aktuellen Buch rechnet die streitbare Anwältin mit der internationalen Politik ab.« Deutschlandfunk Kultur

Carla Del Ponte fordert Gerechtigkeit. Wo wird das Völkerrecht aktuell gebrochen? Und welche Möglichkeiten hätte die UN einzugreifen? Wie und von wem wird Einfluss genommen auf Entscheidungen des Sicherheitsrates? Und macht sich die UN zu einem willfährigen Instrument mächtiger Länder? Carla Del Ponte, viele Jahre Chefanklägerin des Internationalen Strafgerichtshofes, berichtet von ihrer jahrelangen Arbeit als hochrangige UNO-Diplomatin und fordert in ihrem flammenden Plädoyer die Durchsetzung des Völkerrechts, notwendige Reformen der UN sowie eine aktive Rolle der EU.

Carla Del Ponte

Carla Del Ponte, geboren 1947 im Kanton Tessin, ist eine Schweizer Juristin und Diplomatin. Nur zufällig entging sie bereits in den 1980er Jahren einem Attentat der Mafia. Von 1999 bis 2007 war sie Chefanklägerin des Internationalen Strafgerichtshofes für die Kriegsverbrechen im ehemaligen Jugoslawien und für den Völkermord in Ruanda. Sie war von 2008 bis 2011 Botschafterin der Schweiz in Argentinien und von 2011 bis 2017 Mitglied einer UNHCRKommission, die Menschenrechtsverletzungen in Syrien im dortigen Bürgerkrieg untersuchte. 2008 veröffentlichte sie ihre Autobiografie „Die Jagd – Ich und die Kriegsverbrecher."

7.

  • Bibliografie
  • Beschreibung
  • Über den Autor
Eva Illouz, Dana Kaplan                                       Übersetzt von Michael Adrian

Was ist sexuelles Kapital?

  • Suhrkamp Verlag AG
  • 125 Seiten
  • Softcover
  • ET: 12.09.2021
  • ISBN 978-3-518-58772-0
  • Preis: 22,00 €

»In der gegenwärtigen Diskussion über sexuelle Identitäten wird eine wichtige Problematik übersehen – dass das Vermögen, aus sexuellem Kapital Nutzen zu ziehen, sozial ungleich verteilt ist.«             Literarische Welt

Nicht die Natur bestimmt unsere Vorstellungen von Sexualität, sondern die Gesellschaft. War es früher die Religion, die den Sex regulierte, so ist es heute die Ökonomie. Kein Wunder also, dass »sexuelles« oder »erotisches Kapital« in der Soziologie, den Gender Studies, der Sexualwissenschaft und sogar in der Alltagssprache zu einer gängigen Metapher geworden ist, um die Motive und Konsequenzen von Praktiken etwa zur Steigerung der sexuellen Attraktivität zu beschreiben.
In ihrem konzisen und mit zahlreichen Beispielen angereicherten Buch verteidigen Dana Kaplan und Eva Illouz den Begriff des sexuellen Kapitals als analytische Kategorie, machen ihn jedoch komplexer und befreien ihn von Gender-Klischees sowie von rationalistischen und identitätspolitischen Kurzschlüssen. Sie zeigen, dass sexuelles Kapital verschiedene, historisch bedingte Formen annehmen kann, die zeitweise auch nebeneinander bestehen. Ihr Hauptaugenmerk gilt den Spezifika der neoliberalen Sexualität, die mit einer ganz eigenen Sorte von sexuellem Kapital einhergeht. Dieses zirkuliert längst nicht mehr nur im Bereich privater Intimbeziehungen, sondern in der gesamten Sphäre der kapitalistischen Reproduktion. Aus dieser Perspektive erscheint dann auch die Frage nach Klassen- und Geschlechterhierarchien in einem neuen Licht.

Eva Illouz

Eva Illouz, geboren 1961, ist Professorin für Soziologie an der Hebräischen Universität von Jerusalem sowie Studiendirektorin am Centre européen de sociologie et de science politique, CSE-EHESS in Paris.
 

Dana Kaplan

Dana Kaplan, geboren 1970, studierte Soziologie an der Hebräischen Universität Jerusalem und unterrichtet derzeit an der Open University of Israel in Ra'anana.

8.

  • Bibliografie
  • Beschreibung
  • Über den Autor
Elizabeth Kolbert

Wir Klimawandler

Wie der Mensch die Natur der Zukunft erschafft

  • Suhrkamp Verlag AG
  • 239 Seiten
  • Hardcover
  • ET: 16.08.2021
  • ISBN 978-3-518-43004-0
  • Preis: 25,00 €

»... ein brillant recherchiertes, den handelnden Menschen so zugewandt geschriebenes Buch.« Tagesspiegel

Aus dem biblischen Auftrag, sich die Erde untertan zu machen, ist düstere Realität geworden: Wir befinden uns mitten in einem Artensterben gigantischen Ausmaßes. Das Klima verändert sich, weil wir das Klima verändern. So tiefgreifend beeinflusst unser Handeln den Planeten, dass Wissenschaftler vom Erdzeitalter des Menschen sprechen, dem Anthropozän.  Die Pulitzer-Preisträgerin erzählt von Ingenieuren, die mit aberwitzigen Folgen für das Ökosystem den Verlauf von Flüssen ändern oder ganze Küstenstreifen vor dem ansteigenden Meerwasser schützen. Temporeich schildert Kolbert das Dilemma, vor dem wir stehen: Unsere Eingriffe in die Umwelt haben uns an einen Punkt geführt, an dem diese Versuche die letzte Hoffnung im Kampf gegen die globale Erderwärmung sind. Vielleicht sind sie aber auch der letzte Schritt auf dem Weg in die Klimakatastrophe.

Elizabeth Kolbert

Elizabeth Kolbert, geboren 1961, ist Journalistin und Autorin. Sie schrieb unter anderem für die New York Times, seit 1999 arbeitet sie für das angesehene Magazin The New Yorker. Für ihre Reportageserie The Climate of Man erhielt sie 2006 den National Magazine Award in der Kategorie Public Interest. 2015 wurde sie für Das sechste Sterben – Wie der Mensch Naturgeschichte schreibt mit dem Pulitzer-Preis in der Kategorie Sachbuch ausgezeichnet.

9.

  • Bibliografie
  • Beschreibung
  • Über den Autor
Gaspard Koenig 

Das Ende des Individuums

Reise eines Philosophen in die Welt der künstlichen Intelligenz

  • Galiani, Verlag
  • 392 Seiten
  • Hardcover
  • ET: 09.09.2021
  • ISBN 978-3-86971-233-8
  • Preis: 24,00 €

»Ein Schrei nach Freiheit im Zeitalter des Algorithmus – Koenig ist anders. Als Verfechter des freien Individuums, bringt er eine vor Leben strotzende intellektuelle Energie in die Debatte um die KI ein.« The Economist

Wir lassen uns unsere Entscheidungen von Technologien abnehmen. Warum auch nicht, wenn sie für uns perfekte Partner oder passende Jobs findet, wenn sie uns besser kennt, als wir uns selbst? KI vereinfacht unser Leben, aber sie stellt uns auch vor grundlegende Fragen: Wird ein Computer meine Arbeit übernehmen? Wer haftet für die Entscheidungen der Maschine? Wieso klicke ich so oft auf »Akzeptieren«? Auf der Suche nach Antworten geht es Koenig um den Menschen, nicht um die Maschinen. Er will herausfinden, wie KI unsere Gesellschaft formt und wie wir sie formen müssen, um dem Ende des freien Willens und damit dem Ende des Individuums entgegentreten zu können. In mehr als 120 Gesprächen mit Wissenschaftlern, Politikern, Unternehmern, Investoren, Aktivisten und einem Zauberer lotet er die künstliche und die menschliche Intelligenz aus. Er erforscht, was den freien Willen und die Werte der Aufklärung bedroht, und skizziert eine Politik, die dem Ende des Individuums begegnen kann.

Gaspar Koenig

Gaspard Koenig, geb. 1982, ist französischer Philosoph und Essayist. Er gründete 2013 die Denkfabrik Génération Libre. Zuletzt arbeitete er an verschiedenen weltumspannenden Reportagen zusammen mit Le Point. Auf den Spuren Montaignes war er 2500 km zu Pferd unterwegs.

10.

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  • Beschreibung
  • Über den Autor

Wozu Rassismus?

Von der Erfindung der Menschenrassen bis zum rassismuskritischen Widerstand

  • Kiepenheuer & Witsch GmbH
  • 185 Seiten
  • Softcover
  • ET: 09.09.2021
  • ISBN 978-3-462-00223-2
  • Preis: 12,00 €

»Niemand muss sich rechtfertigen, dass er rassistisch denkt, sondern nur, wenn er nichts daran ändert.«

Seit dem gewaltsamen Tod von George Floyd in Minneapolis 2020 wird auch in Deutschland offen, kontrovers und hitzig über Rassismus debattiert. Wie funktioniert Rassismus, wem dient er und wozu? Dieses Buch gibt einen Überblick über die Begriffsverständnisse, die Geschichte und die Gegenwart dieser prägenden menschenfeindlichen Herrschaftsideologie. Dabei werden die jüngsten Entwicklungen und Diskurse unter die Lupe genommen und eingeordnet. Wie definiert man Rassismus, wann ist er entstanden, wie hat er sich bis heute gewandelt? Woran kann man erkennen, ob eine Handlung oder eine Aussage rassistisch ist? Was ist der Unterschied zwischen strukturellem und institutionellem Rassismus - und warum sollte man das wissen? Wie wird Rassismus von Betroffenen wahrgenommen? Welche Verantwortung haben pädagogische Institutionen?

Aladin El-Mafaalani

Aladin El-Mafaalani, 1978 im Ruhrgebiet geboren, ist Professor für Erziehung und Bildung in der Migrationsgesellschaft am Institut für Migrationsforschung und interkulturelle Studien an der Universität Osnabrück. Nach dem Studium war er Lehrer am Berufskolleg Ahlen, dann Professor für Politikwissenschaft an der Fachhochschule Münster und später Abteilungsleiter im nordrhein-westfälischen Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration in Düsseldorf. Er studierte an der Ruhr-Universität Bochum Politikwissenschaft, Wirtschaftswissenschaft, Pädagogik und Arbeitswissenschaft und wurde dort in Soziologie promoviert. Er erhielt zahlreiche Auszeichnungen, zuletzt 2020 den Preis der Deutschen Gesellschaft für Soziologie für herausragende Leistungen auf dem Gebiet der öffentlichen Wirksamkeit der Soziologie.

Die besondere Sachbuch-Empfehlung des Monats Oktober ​

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  • Bibliografie
  • Beschreibung
  • Über den Autor
Souleymane Bachir Diagne

Philosophieren im Islam

  • Passagen Verlag Ges.M.B.H
  • 171 Seiten
  • Softcover
  • ET: 28.11.2020
  • ISBN 978-3-7092-0427-6
  • Preis: 22,50 €

… von Dr. Lisz Hirn*

„Hat der Islam Angst vor der Vernunft? Führt zu viel „Vernünfteln“ notwendigerweise zum Unglauben? Der senegalesische Philosoph Souleymane Bachir Diagne entzieht sich geschickt einer deutlichen Antwort. Im Islam zu philosophieren heißt für ihn zuallererst, die muslimische Tradition samt ihrer Texte der Vernunft auszusetzen. Diagne lässt währenddessen nicht zu, dass sich der Leser auf einen etwaigen Standpunkt des Entweder-oder zurückzieht. Vielmehr erneuert er die Einladung, die bereits der berühmte Gelehrte und Kalif Al-Ma´mun im 9. Jahrhundert ausgesprochen hatte. In einem Traum, so schildert Al-Ma´mun, wäre er dem blondhaarigen und blauäugigen Weisen Aristoteles begegnet, der ihm zeigte, wie sich islamisches Denken mithilfe der griechischen Philosophie öffnen ließe. Dass diese Offenheit gerade in vielen (muslimischen) Ländern auf dem Spiel steht, veranlasst Diagne dazu, die „falsifa", also die Gelehrten und Philosophinnen, zu ihrer Verteidigung zu rufen. Sein Buch ist in diesem Sinne vor allem ein Appell.“

*Philosophin und Publizistin, u.a. an der Universität Wien

Souleymane Bachir Diagne

Souleymane Bachir Diagne, 1955 im senegalesischen Saint-Louis geboren, ist Professor für Französisch und Philosophie an der Columbia University in New York.

Die Jury:

Tobias Becker, Der Spiegel · Manon Bischoff, Spektrum der Wissenschaft · Kirstin Breitenfellner, Falter, Wien · Natascha Freundel, RBB-Kultur · Dr. Eike Gebhardt, Berlin · Prof. Dr. Wolfgang Hagen, Leuphana Universität Lüneburg · Knud von Harbou, Publizist und Autor, Feldafing · Prof. Jochen Hörisch, Universität Mannheim · Günter Kaindlstorfer, Wien · Dr. Otto Kallscheuer, Sassari, Italien · Petra Kammann, FeuilletonFrankfurt · Jörg-Dieter Kogel, Bremen · Dr. Wilhelm Krull, The New Institute, Hamburg · Marianna Lieder, Freie Kritikerin, Berlin · Prof. Dr. Herfried Münkler, Humboldt Universität zu Berlin · Marc Reichwein, DIE WELT · Thomas Ribi, Neue Zürcher Zeitung · Prof. Dr. Sandra Richter, Deutsches Literaturarchiv Marbach am Neckar · Wolfgang Ritschl, ORF Wien · Florian Rötzer, Krass & Konkret · Norbert Seitz, Berlin · Mag. Anne-Catherine Simon, Die Presse, Wien · Prof. Dr. Philipp Theisohn, Uni Zürich · Dr. Andreas Wang, Berlin · Prof. Dr. Harro Zimmermann, Bremen · Stefan Zweifel, Zürich

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