„Im Augenblick der Gefahr“

Bombardierung von Novi Sad durch die Nato am 1. Januar 1999. Bild: Darko Dozet/CC BY-SA-3.0

 

Zur Verteidigung des Raums öffentlicher Sagbarkeit gegen den binären Reduktionismus.

 

„Vergangenes historisch artikulieren heißt nicht, es erkennen ‚wie es denn eigentlich gewesen ist‘. Es heißt, sich einer Erinnerung bemächtigen, wie sie im Augenblick einer Gefahr aufblitzt. Dem historischen Materialismus geht es darum, ein Bild der Vergangenheit festzuhalten, wie es sich im Augenblick der Gefahr dem historischen Subjekt unversehens einstellt.“ (Walter Benjamin 1940)

1. Eigentlich sollte jetzt nur ernst genommen werden, wer 1999 gegen den NATO-Krieg gegen Serbien protestiert hat. Aber war da überhaupt was 1999? In den aktuellen gut hörbaren Stimmen gegen Putins Überfall auf die Ukraine klafft ein seltsames Loch auf der europäischen Landkarte. Ein hundertfach wiederholter Satz in diesen Erklärungen lautet: „Erstmals seit 1945 findet ein Krieg mitten in Europa statt.“ Serbien und der Kosovo liegen offenbar nicht in Europa, sondern vermutlich irgendwo in der Dritten Welt (in der ja nun viele Kriege mit europäischer Beteiligung stattgefunden haben und weiter stattfinden, was schlecht zu leugnen ist).

Vermutlich herrscht hier ein Verdrängungsmechanismus, der sich gegen „das Aufblitzen einer Erinnerung im Augenblick der Gefahr“, eines aufklärenden Déjà-vu, sträubt und massive Zensur im Sinne Freuds übt. Denn: Gnadenlose Luftschläge gegen europäische Großstädte, 104 Tage und Nächte oder 15 Wochen lang mit etwa 50.000 Lufteinsätzen, „nur gegen militärische Ziele“, aber mit den unvermeidlichen Kollateralschäden (wurde da nicht ein Brücke bombardiert, über die gerade ein Zug fuhr? Nun ja, Brücken sind militärische Ziele, und vielleicht saßen Soldaten in dem Zug – würde wer sagen? Putin?). Ständiges Sirenengeheul, ständig der fürchterliche Explosionslärm in der Nähe einschlagender Bomben und Raketen, Frauen und Kinder, die über 100 Nächte in den Kellern verbringen mussten und (die Kinder) für ihr Leben traumatisiert wurden. Raketen auf Mediengebäude. Tausende auf der Flucht, die, wie die NATO erklärte, von Milosevic als »menschliche Schutzschirme missbraucht wurden“ – sagt wer? Sagt heute Putin.

2. Es ist evident: Putin spricht den Diskurs (im Sinne einer Rede mit Machteffekt, gekoppelt an hochstufige Kriegshandlungen) der Nato, er hat der Nato den Diskurs geklaut. Nun gibt es zwei Möglichkeiten, diese Tatsache zu beurteilen: Entweder es ist ein guter Diskurs und ein guter Krieg, den Putin schamlos missbraucht – oder dieser Diskurs und dieser Krieg ist schon bei der Nato nicht gut. Karl Kraus hielt den dominant mittels „Luftschlägen“ geführten Krieg, der 1914 begann, für den Beginn der Letzten Tage der Menschheit. Gegen Hitlers Barbarei schien er als letztes Mittel legitim – aber impliziert seine „Normalisierung“ innerhalb der Strategie und Taktik aller Großmächte und insbesondere auch der NATO nicht selbst Barbarei?

Jedenfalls benutzt Putin bei seinen barbarischen Luftschlägen gegen die Zivilbevölkerung von Großstädten durchgängig den Diskurs der Nato: Es gehe um eine Anti-„Anti-Terroristen-Operation“ und eine „Verhinderung von Genozid“ wie 1999. Die NATO habe aus diesen Gründen damals die (völkerrechtswidrige) Unabhängigkeit des Kosovo militärisch durchgesetzt, er mache das mit dem Donbass usw.

Aber ist nicht bei Putin alles noch viel schlimmer als bei der Nato? Hat die Nato mit ihrem 15-wöchigen Luftkrieg nicht Milosevic zur Kapitulation gezwungen und damit wenigstens einen Kampf on the ground verhindert? Dieses Argument besagt allerdings nur, dass die Nato technisch Putins Armee weit voraus ist. Folgt aus einem technischen Ranking eine politische Legitimität?

3. Darf man das bisher Gesagte aber überhaupt sagen? Müssen wir nicht jeden Zweifel vermeiden, dass nicht nur das Volk der Ukraine, sondern auch alle, die es unterstützen, und allen voran die Nato, hundert Pro im Recht sind, und dass nur Putin ohne Wenn und Aber rundum verurteilt werden muss? Hat nicht die Nato „keinerlei Fehler gemacht“ (Gregor Gysi)?

Wenn dem so ist, dann ist jetzt binärer Reduktionismus nicht bloß gerechtfertigt, sondern geboten. Was ist binärer Reduktionismus? Es ist ein Verfahren, den Raum der öffentlichen Sagbarkeit dadurch massiv einzuschränken, dass nur 0 oder 1 gesagt werden darf. Populär spricht man von „Schwarz-weiß“, „good guys-bad guys“ oder „Einäugigkeit“: keine differenzierenden Zwischentöne. Entweder Putin (bad guy) oder Nato (good guys) – wer sich nicht ohne Wenn und Aber zur Nato und ihrer Gegen-Eskalation bekennt, ist „Putinversteher“ und damit tabu. Schluss mit jeder angeblichen „Schaukelpolitik“ (Heinrich August Winkler). Es ist klar, dass es bisher zwischen 0 und 1 viele Zwischenpositionen geben konnte – die sind jetzt sämtlich zu canceln. Eine Cancel-Culture, die den Raum der öffentlichen Sagbarkeit sehr viel substantieller einschränkt als Gendersternchen.

4. Nun haben unser heute so gutes Europa und besonders unser heute so gutes Deutschland vor nicht allzu langer Zeit ihre Erfahrungen mit dem binären Reduktionismus gemacht, und zwar zuerst bis zum höchsten Grad der Hysterie zu Beginn des Ersten Weltkriegs, als viel zu wenige wie Karl Kraus den Mut hatten, dagegen zu protestieren. Da wurden bekanntlich millionenfach Postkarten mit der Parole „Jeder Schuss ein Russ, jeder Stoß ein Franzos“ verschickt. Ich fürchte, dass es Leute gibt, die das jetzt lesen und die meinen, es heute zu zitieren, sei noch geschmackloser als die Tatsache selbst.

Aber leider gab es damals nicht nur diese geschmacklose Postkarte – es gab vielmehr hunderte große und tausende kleine Intellektuelle und Journalisten, die es aufgrund ihres Einflusses schlicht unsagbar machten, noch Kunst und Wissenschaft des „Feindes“ öffentlich anzuerkennen. Zum Beispiel russische Musik, Literatur und Philosophie und ihre Interpreten. Und jetzt? Ich sehe große und kleine Medienleute und Manager vor ihrem Laptop, wie sie mit Suchmaschinen nach Fotos „ihres“ Russen und „ihrer“ Russin zusammen mit Putin suchen. Treffer! Valery Gergiev, Anna Netrebko, Bolschoi, Dmitry Bertman – oder einfach Schuhe aus Russland: Sofort canceln, sofort aus dem Regal. Jeder Schuss … Sogar russische Behindertensportler dürfen nicht einmal mehr ohne Nationalflagge an den Paralympics teilnehmen. Und wehe, wenn jemand öffentlich neben ukrainischen auch falsche Opfer beklagt, nicht bloß ukrainische Tote, Verwundete und ihre Mütter, sondern außerdem auch noch junge russische Tote und Verwundete und deren Mütter.

5. Ich habe anfangs Putins Krieg gegen die Ukraine mit dem Krieg der Nato gegen Serbien 1999 „verglichen“, wie der mediale (Un)Begriff lautet. Denn es geht dabei nicht um Vergleich, sondern um Analogie. Historische Analogien sind häufig völlig irrelevant und zuweilen geradezu verdummend, niemals ganz treffend, aber manchmal gerade in wichtigen Fällen und „im Augenblick der Gefahr“ aufschlussreich und hilfreich, wie Walter Benjamin angesichts des Todes formulierte.

Historische Analogien zwischen Kriegen verteilen antagonistische Positionen und Rollen an aktuelle Publiken: zur Identifikation als „Wir“ oder zur Gegen-Identifikation mit „Denen“. „WIR GEGEN PUTIN“, wie BILD schlagzeilte. Historische Analogien verleihen solchen Positionen eine historische Tiefendimension, deren diskursive Macht nicht zu unterschätzen ist. Momentan spielt sich ein regelrechter Diskurskrieg um solche Analogien ab.

Der binär reduzierten Sagbarkeitsregelung entspricht die Analogie zwischen Russland vs. Ukraine 2022 mit Deutschland vs. Polen 1939 – also Putin = Hitler und „Appeasement-Naivität Chamberlains“ = angebliche „Naivität“ der Versuche, mit Russland nach dem Kollaps der Sowjetunion einen Interessenausgleich auszuhandeln.

Wer das Schiefe dieser Analogie analysiert, läuft ab jetzt Gefahr, unter das Tabu der „Putinversteherei“ zu fallen. Ich habe dagegen Analogien zu Serbien 1999 und zu 1914 konstatiert, und in der Berliner Gazette noch die Analogie zu Prag 1968 expliziert. Das läuft auf Differenzierung und Pluralität von Aspekten hinaus. Auch bei einzelnen Ereignissen können sich Erinnerungen „unversehens“ einstellen, etwa: Die Belagerung von Charkow erinnert in vielen Aspekten an die von Stalingrad. „Jetzt bringen Sie aber alles durcheinander“ – nur für jemand, der binär reduziert denkt.

6. Meinem Text geht es nicht nur sowohl um Analyse wie um Engagement, er impliziert gleichzeitig einen Test mit der Leserin: Haben Sie aufgrund des bisher Gesagten einen leisen Verdacht, ich wollte ein ganz kleines bisschen „Putinversteherei“ entschuldigen? Wenn ja, dann hat der binäre Reduktionismus bei Ihnen schon gewirkt: Quod erat demonstrandum. Denn dann sind differenzierende Analysen und Engagements schon verunmöglicht.

Zum Beispiel: Ich habe an anderer Stelle in der Berliner Gazette über die selbstverständliche Forderung nach sofortiger Einstellung der Kriegshandlungen hinaus  formuliert: „Das Bild der Frauen in den Kellern, die dort Molotow-Cocktails ‚kochen‘, wird bleiben als Emblem einer Massenresistenz im 21. Jahrhundert.“ Das habe ich aber deutlich unterschieden von einem Ja zum neuen Aufrüstungsprogramm und zu direkter oder indirekter Intervention der Nato in den Krieg.

„Unterschieden“? Geht gar nicht mehr im eingeschränkten Sagbarkeitsraum des binären Reduktionismus. Zivilgesellschaft unterscheiden von den technischen Monstern staatlicher Profiarmeen? Pazifistische Naivität. Usw., aber noch dies: Gerhard Schröder ist nun Unperson. Er „hat sein Lebenswerk zerstört“, wie die Trompeten des binären Reduktionismus tönen. 1999 hat er als Kanzler die deutsche Beteiligung am Nato-Krieg gegen Serbien geführt, zusammen mit seinem grünen Adlatus Joschka. War das vielleicht der Höhepunkt seines „Lebenswerks“? Dann passt ja alles, was hier gesagt wird, wie die Faust aufs Auge.

7. Abschließend noch ein Punkt zur Normalität und speziell zur „neuen Normalität“ („New Normal“). Das ist ja seit der Corona-Pandemie die täglich mediopolitisch debattierte Frage: „Ein einfaches Zurück zur alten Normalität kann es nicht geben – die neue Normalität wird vor allem die Klimakrise berücksichtigen müssen. Sie wird disruptiv sein: sowohl was den Lebensstandard wie was die demokratischen Freiheiten betrifft.“

Nun hat Nato-Chef Stoltenberg den gordischen Knoten durchhauen wie ein berühmter General vor ihm. Er hat definiert: „Die jetzige Situation ist das New Normal“ (laut Spiegel vom 26.2.2022, Seite 15). Das kann verstanden werden: Der Kriegs- und Ausnahmezustand, mindestens eine Art Notstand light, ist unser New Normal, was politisch und kulturell den binären Reduktionismus auf Dauer einschließen würde.

Es trifft sich, dass ich mir mithilfe des Begriffs „Normalismus“ seit geraumer Zeit Gedanken über moderne Normalitäten und ihren Verlust gemacht habe. In Studien wie „Versuch über den Normalismus“ oder „Normalismus und Antagonismus in der Postmoderne“ wurde gezeigt, dass moderne Normalitäten auf statistischer  Verdatung und Selbsttransparenz moderner Gesellschaften beruhen und wie Prozesse von Verlust (Denormalisierung) und Wiederherstellung (Normalisierung) von Normalitäten zu analysieren sind.

Dabei taucht eine „apokalyptische“ Grenzsituation auf: das eigentlich undenkbare definitive „Ende der Normalität“, die irreversible Denormalisierung. Vermutlich ohne es zu begreifen, hat Stoltenberg diese Eventualität ins Spiel gebracht. Mindestens auf zivilgesellschaftlicher, politischer, kultureller und medialer Ebene ist entschiedener Widerstand dagegen noch möglich. Er ist jetzt auch notwendig – und konkret zuerst gegen die Überwältigung durch den binären Reduktionismus.

5 Kommentare zu „Im Augenblick der Gefahr“

  • Die Kriege der Bundeswehr in Afghanistan und in Serbien waren dermassen dreckig haben diesen Dreck noch weiter gedeihen lassen ihn geradzu vergöttlicht.
    Das ich mir durchaus vorstellen kann das die russische Armee in Deutschland etwas sauber machen könnte.
    Für ein neues saubereres Normal.

    Die NATO Fritzen als auch die EU Institutionenen ergaben eigentlich nur für sich selber irgendeinen tieferen Sinn.

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  • Mag ja sein, dass es richtig und wichtig ist immer wieder zurückzuschauen, um festzustellen, dass die (vermeintlichen) guten „damals“ auch schon mal die Schlechten waren.
    Ich fand schon verwerflich wie der Donbass immer wieder beschossen wurde ohne zu klären, was die denn wollten, siehe „Minsker“. Damit das nicht herangezogen wird haben alle erst einmal geschrien das Putin das Minsker abkommen zerrissen. Ging ja auch gut, war nichts umgesetzt.
    Auch der damalige Außenminister Steinmeier hat doch mit der ukrainischen Regierung ein Abkommen geschlossen, das von Faschisten zwei Stunden später vom Tisch gefegt wurde. Kein Wort von dem Demokraten.
    Das Volk scheint immer Personen, um die es sich sammeln kann, siehe Obama der auch noch den Friedensnobelpreis bekam. Unmenge an Menschen durch Drohnen hat er zu verantworten.
    Was kaum noch besprochen wird, worum es bei der „Sache“ geht, scheint unbekannt zu sein. Es geht um die Ökonomie, in der jetzigen Transformation der Wirtschaft wird es Verlierer geben, die USA ist mit dabei. Jeder kann wissen, wie viel Schulden in der Welt angehäuft sind. Um das zu verschleiern war Corona und jetzt die militärische Auseinandersetzung hervorragend zu gebrauchen.
    Von daher kann in TV auch kaum gesehen werden, wie „normale“Menschen in der Ukraine leben. Denen wurde jetzt geholfen, mit Waffen. Wer sagt denn das die Flüchtlinge, wenn sie sich in Deutschland eingelebt haben wieder nach Hause zurückwollen. Wie lange hält so eine Willkommensgeste?
    Bei den aufgehäuften Staat-Schulden, die, wie überall, die Arbeiter und Angestellten bezahlen müssen, wird sich ein gewisser Unmut breit machen.
    Die Regierung hat noch gar nicht begonnen etwas umzusetzen, nur mit Krieg und Sanktionen beschäftigt.
    „Revolutionen werden nicht mit Samthandschuhen gemacht, schon gar nicht in Rußland. Aber bloßer Ekel und moralischer Abscheu, ohne auch nur das Bedürfnis, wenigstens die Fakten kennzulernen, ist niemals die richtige Antwort auf ein großes historisches Ereignis.“ (J. M. Keynes)

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  • So weit die richtige Richtung, aber nicht weit genug. Die ganze Vorgeschichte, die – hoffentlich – im Angriff auf die Ukraine ihren Kulminationspunkt gefunden hat, bleibt ausgeklammert, denn die ist kein Bisschen analog zum Krieg gegen Serbien. Es ist schlimmer, als Sie es darstellen, Herr Link.

    „Dieses Argument besagt allerdings nur, dass die Nato technisch Putins Armee weit voraus ist.“ Nein, Russland besitzt genügend Kampfflugzeuge, um die nato zu emulieren, die bekanntlich die meiste Zeit aus sehr grosser Höhe bombardieren musste, weil es ihr nicht gelang, die serbische Luftverteidigung auszuschalten, was die Angriffe mit radioaktiv kontaminierender DU-Munition nicht präziser machte. Die russsische Armee ging es vorsichtiger an. Kiew hat z. B. bis heute noch Strom, während in Bagdad das E-Werk in der allerersten Angriffswelle zerstört wurde. Der zitierte Satz zeugt von einem gewissen Besserwessitum. Schade bei einem im Wesentlichen durchaus guten Text.

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  • Danke! Die Analyse/Beurteilung trifft auf den Punkt auch meine Gedanken. Bei diesem Krieg wollte ich mich vorerst über die Geschehnisse und wie es dazu kommen könnte informieren. Ich habe mich gefragt „Warum wird alles (aber wirklich alles) was mit Russland zu tun hat auf einmal soooo schlecht?“ und auch ich habe diese Parallelen zu vorherigen Kriegen gefunden. Dann habe ich versucht in meinem Bekanntenkreis das ganze in Frage zu stellen… Jetzt bin ich auch als“ Putinversteher“ abgestempelt. Dabei ist es nicht so! Ich wollte nur verstehen warum genau dieser Krieg so viel schlimmer ist als alle anderen?!

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  • Die „großen* und kleine Intellektuellen“, die es gar nicht erwarten können, Position zu beziehen, gibt es natürlich auch bei diesem Krieg.

    Einer davon drängt sich gerne auch physisch nach vorn, posiert mit Repräsentanten der von ihm vertretenen Seite und befeuert deren Aktivitäten. Ob gegen Gaddafi oder pro Tichanowskaja oder den Sohn von Ahmad Schah Massoud – er ist zur Stelle in Wort und Bild, auf daß man auf den ersten Blick erkenne, wo man zu stehen hat.

    Die Einwohner von Odessa befürchten inzwischen das Schlimmste, denn gestern abend tauchte in den sozialen Medien ein Foto auf, das ihn mit dem Leiter der regionalen Militärverwaltung von Odessa und ehemaligen Kommandeur des Aydar-Bataillons, Maxim Marchenko, bei einem Spaziergang durch die Stadt zeigt.

    In Odessa ist man alarmiert. Wer erinnert sich nicht:

    „Ich bin Franzose, ich bin europäischer Föderalist, aber heute auf dem Maidan, der Europa an seine ursprüngliche Berufung erinnert hat, bin ich auch ein Ukrainer“, sagte er am 9. Februar vor der Menge.

    Oder andernorts: “ Um den Syrern zu helfen, müssen wir in Libyen gewinnen“

    Natürlich war er auch 2008 in Georgien zur Stelle gegen Russland und in Jugoslawien an der Seite der „Kosovo-Befreiungsarmee“ des Herrn Thaci.

    Und nun also Odessa. Kein Wunder, daß man sich dort Sorgen macht

    „Стервятник в Одессе“, „Geier über Odessa“ ist der dazugehörige Artikel überschrieben:

    https://cont.ws/@bezuhoff/2234971

    *Nach eigenem Verständnis gehört er natürlich zu den ganz Großen.

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